Amazon stampft Prime Now ein

Aus und vorbei für Amazon „Prime Now“: Amazon beerdigt den superschnellen Lieferservice.

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Amazon stellt „Prime Now“ in Deutschland ein. Der Service stand in den vergangenen Jahren nur vergleichsweise wenigen Amazon-Kunden zur Verfügung: nämlich jenen in Berlin und im Raum München. Dort konnten Besteller unter Zeitnot von einer superschnellen Lieferung innerhalb einer Stunde oder wahlweise in einem gewünschten Zweistundenfenster profitieren. 

Im Fokus standen dabei vor allem Lebensmittel wie Obst und Getränke oder auch Artikel des täglichen Bedarfs, etwa aus den Bereichen Elektronik, Drogerie oder Bücher. Während Amazon den Lieferdienst bereits 2014 in den USA startete, wurde er erst 2016 in einigen Regionen Deutschlands auf den Markt gebracht.

Wenig Neues rund um Prime Now

Dass Amazon den Service nun einstampft, dürfte für einige Kenner aus der Branche vielleicht nicht ganz überraschend kommen. In den vergangenen Jahren war vergleichsweise wenig Neues rund um „Prime Now“ zu hören gewesen. Immer mal wurden einzelne neue, lokale Händler bzw. Produkte präsentiert, die fortan über den Dienst verfügbar waren. Doch von einer deutlichen Ausweitung des Dienstes auf neue Ballungsgebiete war beispielsweise nicht die Rede.

Außerdem verweist das Fachportal t3n darauf, dass Deutschland nicht der erste Markt ist, in dem die Marke „Prime Now“ verschwindet. Bereits in Japan, Indien und Singapur sei der Service „in seiner jetzigen Form schon eingestellt“ worden.

Amazon wird Services direkt in Marktplatz integrieren 

Kunden, die eine superschnelle Lieferung innerhalb einer Stunde favorisieren, müssen allerdings auch in Zukunft nicht darauf verzichten. Denn obwohl Amazon den separaten Dienst „Prime Now“ zu Grabe trägt, sollen die damit verbundenen Leistungen nicht verschwinden, sondern auch weiterhin über das Marktplatz-Angebot des Konzerns verfügbar sein. Daher spricht Amazon selbst auch von einem Umzug des Services.

Wer derzeit auf die Prime-Now-Webseite schaut, dem begegnet dort ein Banner mit dem Hinweis: „Wichtige Information: Wir ziehen um!“ Der Dienst werde demnach in den kommenden Monaten eingestellt. Über amazon.de könnten die Kunden ihre Wunschprodukte allerdings auch weiterhin in den gleichen Lieferfenstern bestellen.  

Amazon Prime Now zieht um
Amazon, Screenshot

Laut t3n soll die Neugestaltung ein nahtloseres Kauferlebnis möglich machen: „In den USA, wo Amazon die schnellen Lieferoptionen von Fresh und Whole Foods Market schon in die Plattform integriert hat, sei das Feedback der Kunden überwältigend gewesen, schreibt die für das Lebensmittelgeschäft zuständige Amazon-Vizepräsidentin Stephenie Landry.“ Diese Integration solle den Kunden nun weltweit angeboten werden.

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Geschrieben von Tina Plewinski



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