Amazon und Hollywood-Studios kämpfen gegen illegales Streaming-Portal S.to

Der Streaming-Markt ist hart umkämpft – und zwar nicht nur von seriösen Anbietern wie Amazon und Netflix. Auch illegale Anbieter wollen ein Stück vom Kuchen abhaben.

 

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Illegale Streaming-Portale verschärfen den Druck im ohnehin schon schwierigen Streaming-Bereich und machen Anbietern wie Amazon oder Netflix das Leben schwer. Aus diesem Grund ist Amazon nun in Gemeinschaft mit anderen Branchen-Playern gegen einen solchen Anbieter vorgegangen. Konkret geht es dabei um die Online-Plattform S.to, die illegal rund 5.000 Fernsehserien zum Anschauen anbieten und mehr als eine Million Nutzer haben soll, ohne die nötigen Rechte an den angebotenen Titeln zu besitzen. „Die Website gilt als eine der größten illegalen Streaming-Seiten im deutschsprachigen Raum“, schreibt t3n.

Eine Allianz gegen Urheberrechtsverletzungen 

Bereits im Jahr 2017 haben sich einige der ganz großen Hollywood-Filmstudios mit einer Vielzahl weltweit agierender Unterhaltungsunternehmen zusammengetan und die sogenannte ACE („Alliance for Creativity and Entertainment“) gegründet. 

Ziel dabei ist es, gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen und illegalen Streaming-Portalen den Garaus zu machen. Unter den Mitgliedern sind etwa Anbieter wie Amazon, Netflix, Apple oder Hulu, aber auch die BBC Studios, Constantin Film, Lionsgate, Metro-Goldwyn-Mayer, Sony Pictures Entertainment, The Walt Disney Company oder WarnerMedia.

Betreiber hinter S.to soll ausfindig gemacht werden

Diese Allianz hat nun eine Verfügung gegen das Streaming-Portal S.to erwirkt, um an genauere Informationen über den Betreiber der Plattform zu gelangen: In diesem Zuge ist der Domain-Registrar Tonic, der die Vergabe der Domain-Endung .to verwaltet, dazu verpflichtet, zahlreiche Daten des Betreibers zu offenbaren – und zwar nicht nur Name, Anschrift, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen, sondern auch IP-Adressen oder Kontoinformationen.

T3n verweist auf das offenbar durchaus lukrative Geschäft für illegale Streaming-Portale: So habe der vermeintliche Betreiber der zerschlagenen Plattform Movie2k.to beispielsweise Werbeeinnahmen in Höhe von mehr als 215 Millionen Euro generiert.

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Geschrieben von Tina Plewinski



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