Corona-Fälle in Amazon-Lagern Bayreuth und Garbsen: Jeweils rund 60 Infizierte

In den Amazon-Verteilzentren in Hannover und Bayreuth haben sich jeweils rund 60 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Amazon 

In vielen Gegenden Deutschlands steigen die Corona-Fallzahlen, auch die Amazon-Verteilzentren sind davon betroffen: Im niedersächsischen Amazon-Lager Garbsen bei Hannover und am Standort in Bayreuth haben sich jeweils rund 60 Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt, wie der NDR und der Kurier berichten.

Amazon-Verteilzentrum Bayreuth: 61 Corona-Infizierte

In Amazon-Verteilzentren wie in Bayreuth und Garbsen/Hannover arbeiten im Schnitt über 100 Angestellte, im Weihnachtsgeschäft können es aber auch mehrere Hundert sein. Das Bayreuther Gesundheitsamt bestätigte 61 Infizierte im Verteilzentrum, derzeit laufe die Kontakt-Nachverfolgung. Außerdem arbeite das Gesundheitsamt Bayreuth gemeinsam mit Amazon an „kleineren Verbesserungen des Hygienekonzepts“, wie es im Kurier heißt.

Amazon selbst verweist stets auf seine bereits bestehenden Schutzmaßnahmen. „In einem nächsten Schritt bieten wir den Mitarbeitern am Standort entsprechend der behördlichen Vorgaben einen freiwilligen Test. Damit ergänzen wir die mehr als 150 Sicherheitsmaßnahmen, die wir bereits für unsere Teams umgesetzt haben“, erklärte Amazon-Sprecherin Nadiya Lubnina. Seit einigen Tagen würden Tests durchgeführt, positiv getestete Mitarbeiter müssten sich in bezahlte Quarantäne begeben.

Amazon-Verteilzentrum Garbsen: 60 Fälle, aber kein Hotspot

Auch im Hannoveraner Verteilzentrum HAJ-8 sind mindestens 60 Amazon-Mitarbeiter Corona-positiv. Während des jetzt laufenden Weihnachtsgeschäfts arbeiten dort bis zu 900 Menschen. Das Amazon-Lager sei jedoch kein Hotspot, heißt es. Die genaue Quelle des Ausbruchs sei noch nicht festgestellt worden, erklärte ein Sprecher der Behörde. Unklar ist, wie viele Amazon-Mitarbeiter bereits in Quarantäne sind. Das weitere Vorgehen werde jetzt abgestimmt.

Verdi hatte noch Anfang Dezember die Amazon-Logistiklager in Graben bei Augsburg und Koblenz als mögliche Corona-Hotspots kritisiert, Amazon hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und sprach von einer „bewussten Täuschung der Öffentlichkeit“.

 

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Geschrieben von Markus Gärtner



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