Fresh statt Go: Amazon eröffnet ersten kassenlosen Laden in Europa

Am 4. März hat Amazon in London den ersten kassenlosen Supermarkt in Europa eröffnet. Dieser heißt aber nicht Amazon Go, wie in den USA, sondern Amazon Fresh.

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Auch in Europa können die ersten Menschen jetzt kassenlos stationär bei Amazon einkaufen. In London eröffnete Amazon am 4. März seinen ersten kassenlosen Supermarkt. Wie die Agentur PA unter Berufung auf den Konzern berichtet, sind bereits weitere geplant. Anders als geplant heißen die Märkte aber nicht Amazon Go, sondern Amazon Fresh. Das Konzept bleibt das gleiche: Der Kunde nimmt sich seine Ware und verlässt das Geschäft, der Einkauf wird nach Verlassen des Ladens per App abgebucht.

In der Filiale befinden sich mehrere Kameras und außerdem Gewichtssensoren in den Regalen, so dass aufgezeichnet werden kann, was der Kunde gekauft hat. Nimmt der Kunde ein Produkt aus dem Regal, wird es dem digitalen Einkaufskorb in der Amazon-App hinzugefügt. Diese „Just Walk Out“ genannte Technologie bietet Amazon mittlerweile auch anderen Händlern an.

Warum nennt Amazon die Läden Fresh statt Go?

„Wir wissen, dass Kunden in Großbritannien bequem einkaufen möchten, und wir glauben, dass sie es zu schätzen wissen, mit den benötigten Einkäufen einfach ein- und ausgehen zu können“, sagte der Chef von Amazon Fresh UK, Matt Birch, zu PA. In den USA scheint das Konzept Anklang zu finden: Mittlerweile 28 Amazon-Go-Filialen hat das Unternehmen dort gestartet. Wann es den ersten kassenlosen Supermarkt in Deutschland geben wird, ist nicht bekannt. Dass Amazon das Konzept nach Großbritannien bringen will, war bereits seit Längerem bekannt.

Unklar ist bislang auch die Umbenennung von Amazon Go in Amazon Fresh für den europäischen Markt. Möglich erscheint, dass Amazon mit diesem Schritt das Fresh-Programm in Europa stärken will, indem es Märkte und Online-Lebensmittel-Bestellung verzahnen könnte. Amazon Fresh ist in Großbritannien seit 2016 verfügbar, erreicht Schätzungen zufolge bislang aber nur einen Marktanteil von drei Prozent, so RP-Online.

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Geschrieben von Christoph Pech



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