Hat Amazon bestimmte Händler bevorzugt? – Behörde soll Verfahren planen

Vonseiten britischer Behörden könnte Amazon Ärger drohen.

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Die Marktposition und Prozesse von Amazon werden immer wieder kritisch beäugt, beispielsweise von Wettbewerbshütern der EU-Kommission, die sich schon seit Jahren um einen potenziellen Machtmissbrauch des Online-Riesen sorgen. Nun allerdings könnte Amazon auch von anderer Seite her Ärger drohen, nämlich aus Großbritannien.

Dort soll sich die britische Aufsichtsbehörde Competition and Markets Authority (kurz: CMA) seit mehreren Monaten mit dem Geschäftsgebaren des Konzerns auseinandergesetzt und dabei im Speziellen auch untersucht haben, wie Amazon gesammelte Daten nutzt.

Umfang des Prozesses unklar

Auf Grundlage der mehrmonatigen Untersuchung wolle die Behörde nun laut informierter Personen ein formelles Verfahren einleiten. Konkret gehe es um den Verdacht, dass Amazon bestimmte Händler möglicherweise bevorzugt habe, heißt es in einer dpa-Meldung bei FashionUnited, die sich auf Berichte der britischen Tageszeitung Financial Times bezieht.

„Dabei könnte es darum gehen, dass Amazon auf der Plattform womöglich solche Händler bevorzugt den Käufern empfiehlt, die auch die Logistikdienste von Amazon nutzen“, heißt es weiter. Glaubt man dieser Darstellung, würde Amazon also etwa die FBA-Händler (Fulfillment by Amazon) bzw. deren Angebote auf dem Online-Marktplatz begünstigen. Wann genau ein entsprechendes Verfahren angestoßen werde und welchen Umfang dieses habe, sei zum jetzigen Stand noch nicht bekannt.

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Geschrieben von Tina Plewinski



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