Streik bei Amazon wegen „mickrigem“ Weihnachtsgeld

Mit den weihnachtlichen Sonderzahlungen für Amazon-Beschäftigte zeigt sich Verdi äußerst unzufrieden.

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Wie in jedem Jahr nutzt Verdi die Weihnachtszeit, um auf vermeintliche Missstände beim Online-Händler Amazon aufmerksam zu machen und den Druck auf das US-Unternehmen zu erhöhen. Da bildet auch das Corona-Jahr 2020 keine Ausnahme. Seit Beginn der Nachtschicht wird beispielsweise aktuell der Standort Graben bei Augsburg bestreikt. Aufgerufen wurde hier zu einer mehrtägigen Aktion. Die Gewerkschaft fordert im Rahmen des Ausstandes ein tarifliches Weihnachtsgeld.

Verdi verweist auf Notwendigkeit des Weihnachtsgeldes

Zwar seien im Hause Amazon für die eigenen Mitarbeiter mit Blick auf das Weihnachtsfest schon finanzielle Zuwendungen vorgesehen, doch Verdi spricht nach Angaben von BR24 an dieser Stelle von einer „mickrigen Jahressonderzahlung in Höhe von 400 Euro brutto“, die nicht ausreichend sei. „Immenser Druck, immer höhere Anforderungen und mangelnde Wertschätzung der Beschäftigten haben das Fass zum Überlaufen gebracht“, zitiert das Portal Verdi aus einer offiziellen Mitteilung.

Das Weihnachtsgeld sei der Gewerkschaft zufolge für viele Mitarbeiter kein Luxus, sondern vielmehr die Möglichkeit, aufgeschobene Zahlungen zu begleichen. Als Beispiele wird konkret auf Fälle wie Autoreparaturen, Geschenke oder Zahnersatz verwiesen, die mit dem normalen Monatslohn zum Teil nicht bewältigt werden könnten.

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Geschrieben von Tina Plewinski



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